Mikronährstoffe

Die Mikronährstofftherapie ist ein essenzieller Bestandteil der ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge und bildet die Basis für eine nachhaltige Therapie. Sie ergänzt die in der Praxis durchgeführten Behandlungen und ist ebenso wichtig wie die Anpassung des Lebensstils und einer gesunden Ernährung. Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind unverzichtbar für zahlreiche Körperfunktionen, darunter der Stoffwechsel, die Immunabwehr und die Zellregeneration.
In der heutigen Zeit ist es oft nicht einfach, durch die normale Ernährung eine optimale Versorgung des Körpers mit allen wichtigen Nährstoffen sicherzustellen. Verschiedene Faktoren tragen dazu bei, dass die Qualität unserer Nahrungsmittel beeinträchtigt sein kann:
Nährstoffdichte in Pflanzen
Die moderne Landwirtschaft konzentriert sich häufig auf Ertragssteigerungen und Schädlingsresistenz, was bei einigen Kulturpflanzen zu einer Verringerung der Nährstoffdichte geführt haben könnte. Studien weisen darauf hin, dass bestimmte Obst- und Gemüsesorten im Laufe der letzten Jahrzehnte geringere Mengen an Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium und Magnesium enthalten. Dies kann sowohl konventionelle als auch biologische Produkte betreffen, je nach Anbaumethode und Bodengesundheit.
Bodengesundheit und mikrobielle Aktivität
Ein Großteil der Nährstoffaufnahme durch Pflanzen wird durch Bodenmikroben vermittelt. Mikrobiologische Prozesse sind besonders in nährstoffarmen Böden entscheidend, wo Symbiosen mit Mykorrhizapilzen und stickstofffixierenden Bakterien für die Nährstoffverfügbarkeit wichtig sind. Studien schätzen, dass bis zu 75 % des von Pflanzen aufgenommenen Phosphors und ein erheblicher Anteil des Stickstoffs durch diese Symbiosen bereitgestellt werden. Intensive landwirtschaftliche Praktiken und der Einsatz von Pestiziden können jedoch die mikrobielle Vielfalt und Aktivität im Boden beeinträchtigen, was die Nährstoffaufnahme in Pflanzen reduzieren kann.
Verlust von Nährstoffen über die Jahre
Historische Daten legen nahe, dass der Gehalt an bestimmten Mineralstoffen in Lebensmitteln seit Mitte des 20. Jahrhunderts abgenommen hat. Beispielsweise könnte der Magnesiumgehalt in Gemüse wie Karotten und Bohnen um bis zu 90 % zurückgegangen sein. Dies ist auf Faktoren wie Bodenerosion, Ertragssteigerungen und Anbaumethoden zurückzuführen.
Schadstoffbelastung der Umwelt
Die Belastung durch Schadstoffe in der Umwelt kann den Bedarf an Nährstoffen im Körper erhöhen. Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung und Schwermetalle können oxidativen Stress verursachen, was zu einem erhöhten Verbrauch von Antioxidantien und Mineralstoffen führen kann. In solchen Fällen reicht die Versorgung über die normale Ernährung möglicherweise nicht immer aus, um den Bedarf zu decken.
Angesichts der heutigen Entwicklungen kann die Mikronährstofftherapie eine wertvolle Unterstützung für die Gesundheit sein. Eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen spielt eine wichtige Rolle bei der allgemeinen Gesundheitsvorsorge. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein niedriger Mikronährstoffstatus mit einem erhöhten Risiko für gesundheitliche Probleme einhergehen kann.
Die Mikronährstofftherapie kann dazu beitragen, dem Körper die notwendigen Nährstoffe zuzuführen, die für seine optimale Funktion wichtig sind. Sie unterstützt die Wirkung anderer Behandlungsformen und kann eine wertvolle Ergänzung zu einer umfassenden Gesundheitsstrategie darstellen. Nahrungsergänzungsmittel können helfen, potenzielle Nährstofflücken zu schließen und somit zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge beitragen. In Verbindung mit einer ausgewogenen Ernährung und einem gesunden Lebensstil bildet die Mikronährstofftherapie eine Grundlage für langfristiges Wohlbefinden.

Eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen ist entscheidend,
um das Risiko von Krankheiten zu reduzieren.
Behandlungsablauf
